Corona belastet das weltweite Gesundheits- und Wirtschaftssystem in ungeahnten Ausmaßen. Unternehmen sind weltweit von Look-Down-Maßnahmen betroffen und der Staat pumpt enorme Geldmengen, in Form unterschiedlichster Fördermittel –  in den Markt, in der Hoffnung damit möglichst viele Unternehmen zumindest eine Zeit lang – über Wasser zu halten, bis die Krise wieder abgeklungen ist.

Unternehmenstransaktionen werden zumindest on hold, wenn nicht gar komplette ausgesetzt, was zu deutlich gesunkenen Transaktionsvolumina im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von bis zu 50% führt.

In der USA keimt vor diesem Hintergrund eine sehr kontrovers geführte Diskussion auf, um einen neuen Ansatz Corona in der Unternehmensbewertung zu berücksichtigen „EBITDAC“.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wird hier also noch erweitert um C = Corona.

Genauer gesagt handelt es sich hierbei um das bereinigte EBITDA, bei dem Sonderbelastungen oder außerordentliche Erträgeoder Kosten heraus gerechnet werden, die nicht zum normalen Geschäftsbetrieb gehören. Es soll auf diese Weise gewährleistet werden, dass die tatsächlichen operativen Ergebnisse ohne Sondereinflüsse dargestellt und damit vergleichbar mit den Kennzahlen ähnlicher Unternehmen werden.

Solche „Abzugspositionen“ waren häufig hohe Kosten für gewisse Rechtsstreitigkeiten oder für Maßnahmen der Umstrukturierung.

Jetzt wird allerdings diskutiert Verluste von Einnahmen und Einkommen als Folge der Auswirkungen der Corona-Krise („C“) hinzuzufügen, als sogenannte „Corona-Add-Backs“. Dies kann dazu führen, dass Geschäftserlöse signifikant erhöht werden könnten, ohne dies wirklich begründen und nachweisen zu können. Denn es handelt sich hierbei um Schätzungen von Einnahmen, die tatsächlich eingetreten sind.

Hieran entzündet sich dann auch die sehr kontrovers geführte Diskussion.

Die Befürworter dieses Ansatzes hegen die Auffassung, dass es sich bei der Covid-19 Krise um ein einmaliges, außergewöhnliches, eher kurzfristiges Ereignis, wohingegen  die Kritiker noch kein Ende der Krise sehen und sich eher der Meinung der WHO anschließen, die von einer zweiten, noch verheerenderen Welle warnt.

Ob und wie sich dieser Ansatz des „EBITDAC“ in den USA durchsetzt und damit sicher auch in irgendeiner Form die Bewertungsdiskussion in Deutschland anregt, ist zum heutigen Zeitpunkt noch sehr ungewiss, aber, unabhängig davon welche Position man selbst vertritt, ganz unbeachtet sollte man ihn nicht lassen.

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